das beste albumcover des jahres

17.February 2008

geht ganz klar an die melodic pagan/folk black metal-band velnias mit ihrem demoalbum pacing the cyclic nether. musikalisch ebenfalls eine stimmige komposition, wird das album besonders durch das cover optisch sehr hervorgehoben und verbessert.

velnias

dies gehört in die kategorie der musik, die einen interessiert, weil das album vom artwork her ins auge springt. und, mal ganz ehrlich: wenn man dem cover ansieht, dass es mühevoll und perfektionistisch konzipiert wurde, was sagt das dann folglich über die musik aus?

-K

profundis tenebrarum - hate decade

16.January 2008

profundis tenebrarum - hate decade (demo compilation)
traumatic soul coronation [2001]
1. traumatic soul coronation
2. from pandemonium
3. sorrowful moon (part I)
4. sorrowful moon (part II)
abhorrent christendom [2001]
5. eternal fields of wandering
6. deus non est
7. abhorrent christendom
dark & eternal [1999]
8. keep the ancient spirit alive
9. dark & eternal

es erschien heute zu meiner zufriedenheit der postbote und brachte einen netten gefütterten umschlag, in dem eine böse-böse black metal cd enthalten war. soviel zur vorgeschichte.

da ich normalerweise keinen black metal höre, sondern mich eher für death metal begeistere [ausnahmen sind melodic black metal bands wie catamenia, dark fortress, artefact, hecate enthroned, etc. und meine geliebten nocte obducta; wer genaueres wissen will: mein last.fm dings] kann ich keinem garantie geben, dass ich das album richtig einschätze, aber das ist mir sowieso egal, da es kein richtig gibt, sondern nur meine eindrücke.

profundis tenebrarum. black christraping metal aus spanien. hätte keiner gedacht, wie? der sound kann in etwa an darkthrone und vielleicht auch immortal angelehnt werden, allerdings sind profundis tenebrarum, selbst für mich erkennbar, keine billige darkthrone-kopie - zuviel nur subtil ersichtliches musikalisches gedankengut steckt in dem album und auf eigenständigkeit wird durchaus wert gelegt.

schon beim ersten track geht's zur sache - blastbeat und riffing schaffen blutende ohren, ehe in einem keyboard-zwischenspiel ätherisch harmonie gebracht wird. generell fällt die band, aus dave komando [drums] und nocturn [rest] bestehend, positiv dadurch auf, dass sie es schafft, atmosphäre mit ruhig-dissonanten cleanen arpeggios und keyboards zu schaffen, ohne diese überzustrapazieren. der klangteppich des keyboards wird, wenn überhaupt, gemässigt und unklischeehaft eingesetzt und das kommt der atmosphäre das albums zugute.

ebenfalls gefallen mir nocturns gitarrenarbeit [vom bass erahnt man ab und zu 'was] und das superbe kreischen. dave komando's polterndes schlagzeugspiel hätte ich persönlich anders gemastert haben wollen [remember: death metaller writin' this], aber es wirkt auch auf mich durchdacht eingesetzt.

natürlich herrscht im hintergrund ein dezentes rauschen, wie man es von einer trve kvlt black metal-aufnahme erwarten kann - übertrieben wurde es aber nicht. trve und kvlt auch die auflage des albums - nur 500 stück gibt's, eines davon gehört mir :D

durch das ganze album bemerkbar ist die tatsache, dass die tracks alle sehr abwechslungsreich gehalten sind. kaum ist der gedanke da, nocturn habe sich auf einem riff festgefahren, schon schlägt das lied in einer vollkommen unvorhersehbaren art um - nicht übel, muss ich zugeben.

auch wenn das material von drei alben kommt, und der sound der einzelnen tracks sich unterscheidet, wirkt hate decade dennoch wie ein geschlossenes werk. einzig die becken auf den stücken von abhorrent christendom machen meiner ansicht nach zu viel druck - auf dauer wird das anstrengend. zudem klingen die stücke rauher als die von traumatic soul coronation - die nordischen einflüsse kommen da sehr deutlich zur geltung.

die riffs auf dem werk sind überragend. frisch, dunkel und kalt schallen sie aus der anlage, keine spur von imitation oder gar plagiarismus.

dagegen kommen die tracks von dark & eternal genau so 'rüber, wie der name 's schon andeutet - das ist keine atmosphäre mehr, das ist eine ganz eigene klangwelt. ich für meinen teil habe da assoziationen zu verwehten schneelandschaften im hohen norden, auch wenn die beiden jungs aus spanien kommen.

mein lieblingstrack ist am ehesten keep the ancient spirit alive, besonders wegen dem schluss des tracks.

böse, disharmonische riffs, die von melodischen gitarrenparts unterbrochen werden, aetherisch anmutende keyboards, blastbeats und wenig bass bilden diesen dunklen, nordisch beeinflussten black metal, der doch mit diesen worten nicht genau beschrieben wird.

schade, dass es mir so schwer fällt, raw black metal zu hören. ich hätte dieses album dann zweifelsohne noch etwas mehr genossen.

bewertung: 8/10 punkten

-K

This blog about music

12.Januar 2008

Erstmal muss ich mich persönlich entschuldigen, wegen Prüfungen und wenig Zeit kann ich mich nicht genug mit einzelnen und anständigen Beiträgen zu musikalischen Themen befassen - deshalb von mir so wenig. Ich könnte zwar Kurzeinträge machen, aber das wollte ich Anfangs auch nicht.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, vorerst sehe ich ongaku. kenmai als gescheitert, zu viele Autoren schreiben gar nichts (zugegeben, ich habe um mithilfe gebeten und Zwang gibt's auch keinen, wäre nicht Sinn und Zweck des ganzen) und auch sonst kommen hier zu wenige, die mitschreiben wollen bzw. mitdiskutieren. In dem Sinne erstmal danke an _ktx der sich letztens hier angemeldet hat und doch wieder ein bisschen Leben hier einbringt - keep up the work, ich werde das hier nicht aufgeben.

Aber ich muss mir nach den Prüfungen erstmal überlegen, wie hier weitergemacht werden soll :)

coppelius: steampunkmusik

13.December 2007


coppelius ist akustischer steampunk.

die band, mit kontrabass, cello, schlagzeug, klarinette, butler und absinth in den gefilden des metals unterwegs, entführt den zuhörer mit eingängigen weisen in das 19. jahrhundert, zu dem sich die herren als zugehörig bekennen. das neue album 'time - zeit', welches als schellackplatte erschienen ist, reiht stück an stück, eines besser als das andere. dass die band aber eher live überzeugt, ist jedem unverkennbar, der einem kammerkonzert der herren beigewohnt hat.

das album selbst ist sehr gelungen, die englischsprachigen stücke allerdings sagen mir weniger stark zu als die deutschen. coppelius nennen ihre musik selbst 'kammer-core' und irgendwie neigt man dazu, ihnen glauben zu schenken, schliesslich gibt es nur wenige begriffe, die die höchst ungewöhnliche musik genau zu beschreiben in der lage wären.

beim anhören fallen genau zwei dinge auf:
zum einen die unverkennbare stimme des herren max coppela und zum anderen das überragende schlagzeugspiel des japaners nobu-sama. so ziemlich jede band mit 'nem japaner am schlagzeug klingt gut, habe ich herausgefunden. verdächtig.

wie dem auch sei, betrachtet ihre galvanische seite, höret sie euch an und seid begeistert!

-K

Rock im Park / Rock am Ring mit ersten Bands

7.Dezember 2007

Auf den offiziellen Seiten zum vermutlich größten Musikfestival Deutschlands in Nürnberg und am Nürburgring in der Eifel wurden die ersten Bands genannt, die mit von der Partie sein werden.

Drei Bands werden besonders hervorgehoben - kann man durchaus auch machen:
Metallica, Die Toten Hosen, Rage Against The Machine

Für alle Metallica-Fans sind Tickets ein Muss, sind die Auftritte nur zwei von einer handvoll in ganz Europa, in Deutschland sogar die einzigen für das Jahr 2008. Die Toten Hosen hingegen kehren nach drei Jahren wieder Live zurück - und starten dabei angemessen bei Rock im Park und Rock am Ring. Auch Rage Against The Machine waren bereits bei den Festivals dabei, zuletzt 2000 - waren also doch schon eine Zeit lang nicht mehr zu sehen.

Auch das bisher bekannte restliche Programm kann sich schon sehen lassen - wie jedes Jahr:
Babyshambles, Bullet For My Valentine, Dimmu Borgir, In Flames, Motörhead, Nightwish, Sportfreunde Stiller, The Hellacopters

Weiter heißt es auf den Seiten der Festivals:

Weitere prominente Festivalteilnehmer, die zu den rund 85 Bands auf drei Bühnen gehören, werden in Kürze bekannt gegeben. Fußballfans müssen nicht auf die Spiele der Euro 2008 verzichten, die ihnen auf Großleinwänden in Public Viewing Areas gezeigt werden.

Der Vorverkauf läuft bereits, man sollte sich nicht allzu viel Zeit lassen, denn letztes Jahr waren die Karten schnell ausverkauft. Sind aber nicht gerade die günstigsten, was leider meine Teilnahme verhindert :) Wenn ein Mitautor von ongaku. teilnimmt - oder sonst jemand von unseren Lesern sich dort blicken lässt, ist gerne dazu aufgerufen, hier darüber zu schreiben - wenn es soweit ist ;)

Rock am Ring und Rock im Park finden vom 6. bis 8. Juni statt.
Wer nicht genau weiß wo, hat was verpasst. Kann sich aber auf den Seiten der Festivals informieren, von daher. Don't panic :D

Linkage:
Rock im Park
Rock am Ring

sonata arctica's neues

7.November 2007

unia. die japanische version davon ist endlich in meinen besitz gelangt und ich musste mir das gesamte album natürlich durchhören.

mit [leider] nur 15 liedern, wovon eines ein instrumental ist, ist das album nicht zu kurz. ich war ein sonata-fan seitdem ein freund mich unopened anzuhören gezwungen hat, aber unia ist ein album, das ich von sonata nie erwartet hätte.

es mag wahr sein, dass sonata arctica bislang sehr stark in ihrem sound geblieben sind, ich bin auch nicht unbedingt ein fan von ständig wechselnden stilen bei ein und derselben band, ausser, es ist definitiv zu erwarten [ich hab heute ein 4lyn-video gesehen :roll: die jungs waren mal eine heftige nu-metal-band, jetzt haben sie 'nen sound, der an emocore erinnert |-| ].

unia aber ist eine umdefinition des 'typischen' sonata arctica-metals. das ganze album ist sehr balanciert, auch die instrumentalisierung ist dieselbe geblieben, aber dennoch ist etwas anders. die songstrukturen sind offener und ich habe den eindruck, als wäre unia bei sonata das, was nord nord ost bei subway to sally war: ein album, das sich immernoch nach der band anhört, aber eine veränderung in der von der band gemachten musik enthält. eine ausnahme.

was mir enorm auffällt, ist die tatsache, dass auf dem neuen album keine wirklich schnellen lieder drauf sind. sachen wie kingdom for a heart. auf der gegenseite ist das album wesentlich musikalisch experimenteller, weil durch die etwas ruhigeren songs mehr platz für sonata blieb, ihre ganzen ideen zu integrieren, wie man es bei it won't fade sehen kann.

interessant, durchaus. sehr interessant.

p.s. die japanischen bonustracks sind der hammer. besonders out in the fields.

-K

tech n9ne - keep on keepin' on

3.November 2007

er ist eine ausnahme, davon gibt es nicht viele.
er macht hip-hop, den ich mir tatsächlich anhöre.

das sind sachen, die mir spontan zu tech n9ne einfallen. beide stimmen, denn wenn man sich seine musik genau anhört, merkt man, dass er nicht nur ein wenig durchgeknallt und schnell ist, sondern tatsächlich schafft zu beweisen, dass hip-hop auch musik ist. und das wurde in den letzten jahren immer wieder widerlegt. irgendwann habe ich auch aufgehört, hip-hop zu hören, weil die neueren tracks und mc's nur noch schrott waren, aber tech n9ne bringt immer noch qualität. und er erinnert mich an meine jugend, vor allem sein track keep on keepin' on.

dieser ist eher ruhig gehalten, mit einem zurückhaltenden, melodischen beat [ich kann keine unmelodischen beats hören, auch wenn der mc gut ist] und hat eine einprägsame, melodische hook, die sich einem über jahre einprägt. ich war 13, als ich zum letzten mal tech n9ne gehört habe, ich konnte diesen chorus seitdem auswendig. irgendwas hat dieser track an sich, etwas, was den hörer fesselt und in seinen bann zieht.

zudem rappt 'tecca nina', wie er sich ab und an nennt, harmonisch zu dem beat, wodurch er sich ebenfalls vom rest der masse abhebt, deren zugehörige meistens keinen flow haben.

ich bin kein regelmässiger hip-hop hörer, ich habe auch einen sehr ausgewählten geschmack, was hip-hop angeht, aber tech n9ne ist eines 'reinhörens wirklich wert. bei youtube gibt es 'ausgewähle hörbeispiele' *^.^

-K

Das neue von Nightwish

2.November 2007

Ist geil. Wirklich sehr geil. Ich mag das Wort geil nicht, aber das Album ist geil. Ok, dann eben anders. Es ist sehr fein. Gefällt mir. Toll.
Aber es ist nicht mehr Nightwish in dem Sinne. Ich musste mich nach dem ersten mal hören einfach darauf einstellen, dass hier eine "andere" Band aufgebaut wurde. Die Musik ist endgeil, sie würde mit Tarja einfach so perfekt zusammenpassen, es wäre wohl wieder eine Steigerung des letzten besten Albums der Band. Aber so ist es eben ein guter Einstand für das "neue" Nightwish. Aber leider eben eher mit einer "normalen" weiblichen Besetzung. Denn bereits beim ersten Gedanken ist eben dieser Ansatz gekommen, dass es leider eher 08/15 ist. Diese Stimme ist leider "normal" (also nichts gegen die Dame und die Stimme selbst, weil sie gut sind). Es ist leider normal geworden. Nicht mehr "woah, Nightwish". Wer die Songs hören würde ohne zu wissen von wem es ist, würde erstmal alle möglichen anderen "normalen" Heavy-Bands mit weiblicher Besetzung vermuten, aber nicht Nightwish. Außer er würde die Musik selbst hören. Denn die ist immer noch genial. Einfach nur genial. Als Fan denken sich sicher viele - das ist nur ein schlechter Albtraum... ich wache bald auf, und dann ist das ganze Album eigentlich mit Tarja entstanden. Aber das wird leider nicht geschehen.
Darum habe ich das auch schon mehrere male gesagt, bei mir selbst von Anfang an verankert und gehe einfach nur noch davon aus - Nightwish ist nicht mehr mit Tarja, sondern Anette Olzon. Nightwish ist anders als damals, eine "neue" Band. Und damit muss man leben. Und wenn man sich damit abgefunden hat, kann man damit auch wieder gut leben. Denn die Band als solches hat einen sehr guten Start hingelegt - die Musik ist toll. Bringt ja nichts, nur Tarja nachzuheulen, auch wenn es natürlich traurig ist. Aber man hatte genug Zeit, den Scherbenhaufen vor sich als Fan aufzuräumen und klar Schiff zu machen.

Und als nächstes freuen wir uns auf Tarja mit ihrer neuen Band... mal sehen, wie es da sein wird.

Was mir übrigens beim neuesten Album dann doch nicht ganz so gefällt, manchmal ja sogar störend aufgefallen ist - Marco Hietala beim "Gesang". Nichts gegen ihn, gehört zur Band inzwischen ohne Frage. Aber sein "gegröle" ist manchmal einfach unpassend und hätte nicht sein müssen. Damals war es halt nebensächlich und meist eher passend und verständlich, jetzt leider so eingesetzt, wie es bei manch einer Band, die ich verworfen habe eben... Gegröle. Sowas braucht's halt echt nicht.

Auf das Album selbst gehe ich später ein - hoffe ich, soweit nicht wieder was dazwischen kommt.

ongaku noch nicht fertig - aber wird langsam

24.Oktober 2007

Nachdem die Nacht sich ihrem Ende nähert, gehe auch ich ins Bett.
Das Design ist noch nicht ganz fertig, der Kopfbereich dürfte aber so bleiben, also zu diesem nehmen ich gerne schon Anregungen et cetera an :)

Ansonsten bis die Tage, wenn das Design komplett fertig ist ;)

Momoi "Halko" Haruko

11.Oktober 2007

Momoi gibt Autogramme auf der Connichi 07Sie ist süß, süßer als Zucker. Karies bekommt allein vom Anblick, und wenn man sich dann noch ihre Musik anhört flippt man regelrecht aus. Doch was hat diese Japanerin so besonderes an sich?

Prägend für "Halko" ist wohl ihre süße, fast schon pipsige Stimme. Wobei - diese kann sie auch gerne mal ablegen und uns mit einer - sagen wir normalen - Stimme beglücken.

Bekannt wurde Halko im deutschsprachigen Raum u.a. durch DearS ("Love Slave" stammt von Under17, wo sie Leadsängerin war) oder besonders durch Nurse Witch Komugi-chan (u.a. "Shooting Star"). Inzwischen gehört ihre Stimme einfach zu diversen Charakteren in der originalen Syncronfassung. Ihre aktuellste Rolle ist die der "Seto San" aus Seto no Hanayome.

Vor einigen Wochen war es dann soweit: Momoi war einer der Live-Acts auf der Connichi 2007 - und lieferte laut "Live-Zeugen" die wohl beste Leistung. (Neben Halko waren u.a. auch die Leute von MOVE [in DE wohl durch das Vandread-AMV "Overdrive" bekannt.] dabei, die es nichtmal auf Fanwünsche eingehen konnten [Overdrive wurde verhemmend verlangt - Antwort: "Haben wir nicht dabei."])

Zurück zu Momoi. Bevor ich euch mit den Live-Video von der Connichi (Danke an Wetter) beglücke - gibt es noch einige Details aus ihrer Biographie.

Am 14. Dezember 1977 wurde Haruko Momoi (in Kanji: 桃井はるこ ) in Tokyo/Japan geboren und ist dieser Stadt bis heute treu geblieben.

Schon als Teenager entwickelte sie ein großes Interessen an Anime, Videogames und weiblichen Idols, was ihren Werdegang stark prägte. Aus dem Fan von damals, welcher schon früh das Internet für die Vertiefung seiner Hobbys entdeckte, ist durch viel Eigeninitiative bis heute eine gefragte Sängerin, Synchronsprecherin und Idol, mit einem stetig wachsenden Fankreis, geworden. Die der Blutgruppe 0 zugesprochenen Eigenschaften "ehrgeizig", "sportlich" und "selbstbewusst" treffen bei dem 1,60 m großen, quirligen Energiebündel somit vollkommen zu.

Da Halko voll und ganz in ihrem Beruf und Hobby aufgeht, lässt sie es sich nicht nehmen öffentliche Auftritte oft in den verschiedensten Cosplays (eigene oder von ihren Synchronrollen) zu absolvieren.

[Quelle: halko-momoi.de]

Momoi Haruko - Putzig und süß und einfach zum anbeißen. Und daher gibt es das circa 1-stündige Video von der Connichi für euch.

Download: Momoi "Halko" Haruko Live auf der Connichi 2007

ムック- MUCC

10.October 2007

ich bin jetzt seit längerer mehr oder minder hier aktiv, trotzdem habe ich's versäumt, irgendwas über meine lieblingsjapaner zu bringen. aber: das hole ich jetzt nach!

ムック, gesprochen mukku haben sich anno '97 zusammengefunden. die band besteht aus miya [gitarre], tatsurou [voice], yukke [bass] und satochi [drums]. sie lassen sich keinem bestimmten genre zuordnen und das ist das interessante an der band. ich kam mit ihnen erstmals in kontakt, als ich meine jrock-phase hatte [damals war ich 15] und zwei songs von sonstwo bekommen habe: kokuen und isho. diese wurden hunderte male 'rauf und 'runter gespielt, ehe ich mich daran machte, die gesamte diskographie zu beschaffen.

was genau ist nun aber so besonders an ムック?

ich persönlich finde diesen kontrast zwischen metalartigem sound und ruhigen parts sehr belebend. wirklich alle lieder sind melodisch und prägen sich einem schnell ein. zudem hat tatsurou eine unglaublich ausdrucksstarke stimme. und, nicht zuletzt, die tatsache, dass die vier von country über punk über typischen jrock über metal einfach nichts auslassen. zudem kann ich als gitarrist miyas und yukkes künste an ihren instrumenten nur bewundern :)

ムック sind grossartig. immer und immer wieder.

-K

yeah... porn metal.

8.September 2007

stellt euch mal vor, ihr würdet gameboy spielen. ganz viel gameboy spielen. während der sound durch ein kabel mit 3.5mm-klinkenstecker in eine enorme anlage 'reingeleitet wird. neben euch ein freund, der auf einer westerngitarre 'rumshreddert und etwas singt. in nichtmal 10 metern entfernung viele leute, die euch zuhören - so in etwa dürfe sich felix auf einem seiner konzerte fühlen.

er und kai - das sind pornophonique. pornophonique - das ist seltsamer lo-fi minimalist-electro mit lagerfeuer-gitarren-geklimper. gameboy meets lagerfeuer - von der website der beiden gut zusammengefasst. seit 2003 machen die darmstädter zusammen musik, obwohl kai sich etwas ganz anderes vorgestellt hätte: "fahrstuhlmusik" mit einem leichten porno-touch, daher der name. aber das kam letztendlich nicht aus dem projekt 'raus, und auch dass er vornehmlich metal und hard rock hört, beeinflusste pornophonique nicht unbedingt.

umso mehr jedoch mensch-maschine-metaphorik und computerspiele. und eine cd wurde auch schon vor kurzer zeit released: 8-bit lagerfeuer nennt sich die scheibe, derer tracks es kostenlos und unter creative-commons-lizenz auf der website zum download gibt. was interessierte leute nicht davon abhalten sollte, sich die scheibe tatsächlich bei den beiden zu bestellen. befremdliche musik mit einem electro-touch und nerdaura muss unterstützt werden!

i want to be a machine... checking all my systems on a 7 inch tft screen...

-K

LebensWeGe

21.August 2007

reggae? auf deutsch? manche mögen bei dieser verbindung nur den kopf schütteln, aber den mix aus reggae, ska und dancehall, den die WG auf die bühne und auch auf die cd bringt, kann niemand bezüglich seiner qualität anzweifeln.

die siebenköpfige, weitesgehend unbekannte band aus bonn beweist eindrucksvoll, dass deutscher reggae und dancehall mehr zu bieten haben als oberflächliche texte und recycelte riddims. etwa auf ihrer 2006'er platte Babylon Taxi, wo sich neben gechillten reggae-stücken mitreissende dancehall-tracks finden lassen, allesamt nicht von ska unbeeinflusst und natürlich mit lyrics, über die sich durchaus längere zeit nachdenken lässt.

diese mischung der verschiedenen elemente brachte die seit 2002 existierenden band auch unter die besten 20 beim john lennon talent award. ab da ging es mit der bekanntschaft der gruppe aufwärts. den german reggae award konnten sie schliesslich im letzen jahr entgegennehmen. trotz dieser erfolge bleibt die band bodenständig und bringt neben partyliedern 'weltverbesserer-reggae'. vielleicht ist es ja genau diese mischung, die mich anspricht.

-K

devildriver - before the hangman's noose

14.August 2007

devildriver - the fury of our makers handursprünglich deathride genannt, machen devildriver mit bradley 'dez' fafara am mikrophon alles nieder, was sich ihnen in die wege stellt. während man die musik keinem genre richtig zuordnen kann ['death metal' würde imho am ehesten passen], kümmert das die kalifornier wenig. sicher, so einfallsreich sind sie vom musikalischen her nicht [trotzdem immer noch besser als z.b. lamb of god], aber darum geht es ja gar nicht. was diese band vorzüglich und zu meiner vollsten zufriedenheit 'rüberbringen kann, ist reine aggression. daher ist jedesmal, nachdem ich diesen track gehört habe, mein geist vollkommen ruhig und gechillt. geht nicht anders. alle gedanken, die mit wut und zerstörung zu tun hatten, wurden nämlich beim zur-musik-gegen-die-wand-moshen genügend verarbeitet.

zur aggressionsbewältigung sehr zu empfehlen :D

it's a good day to fuckin' die
a good day... a fucking good day

truth be told, the water looks cold
and the trees fly by as we drive
the sun goes down
sometimes i wanna stay
sometimes i wanna leave
sometimes i gotta ride
riding this rail i know what i'm on
but not now what i'm in for
this train to nowhere seems to never end
as far as i can tell... hell

before all hell breaks loose
before the hangman's noose
and as the sun goes down
i'll say
it's a good day to die, a good day to die

no more stops, time to punch your ticket
this time this ride is one way
i can see a shadow of a man
and man it's coming my way
riding this rail, i know what i'm on
but not now what i'm in for
this train to nowhere seems to never end
as far as i can tell... hell

before all hell breaks loose
before the hangman's noose
and as the sun goes down
i'll say
it's a good day to die, a good day to die

-K

nocte obducta - 4% zugehörigkeitsgefühl zur black metal-szene

8.August 2007

es ist so schwer, einen ersten post zu schreiben... an sich ist der prozess einfach und verständlich, aber die last des würdigen anfangs und welches lied man für die nähere beschreibung auswählt, ist doch schon spürbar ;)

nundenn, ich werde somit diesen hübschen musikblog neu aufleben lassen und über ein lied einer band schreiben, die es leider nicht mehr in ihrer ursprünglichen form gibt - nocte obducta. genauer, vorbei von ihrem 2003er album stille (das nagende schweigen). dieses lied enhält nicht nur die hochwertige lyrische qualität, die man von nocte obducta gewohnt war, es ist zudem noch mein lieblingslied dieser band und enthält die beiden wundervollsten zeilen des gesamten albums. but let's put first things first.

nocte obducta wurden 1995 in mainz gegründet. sie veröffentlichten 1998 das demotape "doch lächeln die blutleeren lippen/ begräbnisvermählung" und wurden daraufhin von gsm unter vertrag genommen. während sie auf ihren ersten veröffentlichungen hauptsächlich black metal spielten, nahmen auf den späteren platten avantgardistische und progressive, wie auch death metal-einflüsse immer mehr zu. schliesslich trennten sie sich 2006, weil ihre musikalische entwicklung bei fans auf wenig gegenliebe stiess.

vorbei startet relativ ruhig und unmetallisch, um erst etwas später die wahre natur preiszugeben. ein grossartiger melodieteil folgt, ehe torsten mit dem text loslegt:

wo im wald an starken bäumen schaukeln schwangen, kinder lachten/
baumeln zeugen der verzweiflung, rauhe stricke, kalte leichen/
wo ich manches mal im park das leben liebte, trieben träge/
die kadaver toter enten auf den stinkend seichten teichen/

wo sind die schätze, die wir fanden?/
wo sind die stunden, die verschwanden?/ [...]

es ist immer wieder verblüffend, festzustellen, mit welcher inbrunst der unhold diese zeilen vorträgt. obwohl der text von manchen als "typisch black metal" abgestempelt wird, hat er doch eine bei deutschen [und auch ausländischen] bands nicht oft vorhandene lyrische tiefe. nicht zuletzt ist das auch der grund meiner nocte obducta - lobpreisung.

nach härteren riffs folgen ruhige passagen, denen durch den bass etwas dahindümpelndes verliehen wird, ehe die ruhe durch den einsetzenden höhepunkt des ganzen liedes unterbrochen wird, die von mir schon beschriebenen beiden zeilen

halb erfror'ne fremde haben letzte nacht im kargen park/
den statuen die kleider grob und ungeschickt vom leib geschlagen/ [...]

die nachfolgenden zwei strophen unterscheiden sich in ihrer struktur vom rest des textes und bilden einen gelungenen abschluss des zu überbringenden gedankens. das fast acht minuten lange lied endet mit einem atmosphärischen keyboard-solo, wobei der rest der instrumente langsam ausklingt... geniale musik.

umso trauriger, dass diese exzeptionelle band aufgehört hat. es gibt aber ein nachfolgeprojekt namens "dinner auf uranos".

link: www.nocte-obducta.de

-K

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