Und eigentlich bleibt einem nichts anderes zu sagen, als dass es wieder wunderbar gut gelungen ist. Bombastische Lieder, aber auch leisere Klänge mit mittelalterlichem Charme, was Rhapsody schon damals eben auszeichnete. Hollywood-Score schlechthin. Diesmal aber mit einer Neuheit - Rhapsody sind jetzt heiß geworden. Rhapsody of Fire der neue Name.
Das neueste Album Triumph Or Agony gehört in die Musiksammlung, ohne wenn und aber.
Sind einige Lieder wieder sehr ruhig - wenn man bei Rhapsody of Fire von Ruhe reden kann, denn jedes Lied, egal wie zurückhaltend es sein mag - hat sich das Album im Gegensatz zum Vorgänger wieder etwas in die härtere Schiene eingefahren. Aber denen, die Metal vor allem wegen harten Gitarren-Passagen und weniger mit Symphonic Metal anfangen können, wird's diesmal vielleicht noch weniger gefallen. Denn die meisten Lieder haben eine gewisse Tendenz zu mittelalterlichen Klängen und einem etwas langsameren Tempo. Speed Metal ist diesmal nicht mehr wirklich das Thema, was negativ nicht sein muss - und dies ist es auch nicht. Denn dafür kommen diesmal noch viel mehr Soundtrack ähnliche Klänge aus den Lautsprechern, man fühlt sich wie in einem erstklassigen Fantasy-Film, nur ohne Film - jedes Bild aus Hollywood würde der überragenden Musik nur die Schau stehlen (wenn es ihm überhaupt gelingen würde). Ja, man muss es zugeben, wieder begeistert die Musik mit bombastischen Klängen, atmosphärischer Geräuschkulisse und einem wieder überragenden Fabio Lione - nicht zu vergessen die Köpfe dahinter... Turilli und Staropoli. Genial.
Und liebe Freunde... Christopher Lee ist wieder dabei. Was man an Atmosphäre schon herausholt als Rhapsody alleine, wird mit Christopher Lee zu einer einzigen Symphonie aus einzigartigen Klängen gebrachht. Es ist nunmal so - Rhapsody, auch mit dem neuen Namen Rhapsody of Fire, funktionieren immer und immer wieder. Es wird nicht langweilig, denn man weiß sofort, wen man hört, aber man bekommt halt doch immer etwas neues auf die Ohren - irgendwie. Klingt seltsam... ist aber auch egal. Pflichtkauf für die, die es sowieso nicht lassen können mit Melodic, Symphonic, Power oder sonstigem Metal in diese Richtungen - Rhapsody-Fans nenne ich gar nicht erst, die haben es zu kaufen. Und alle anderen gehen in den nächsten Plattenladen des Vertrauens und hören es sich zumindest durch. Denn es kann mir keiner weis machen, dass ihm gute Soundtracks aus Fantasy-Epos nicht irgendwie gefallen. Und ich meine, zu begeistern ohne Hilfe eines Films im Hintergrund - muss man erst schaffen.
Einziges kleines Manko, was mir persönlich zumindest aufgefallen ist - dieses Album hat eine etwas unklarere Struktur in den Liedern selbst. Etwas weniger zusammenhängend in den einzelnen Passagen und manchmal auch sogar etwas unharmonisch. Aber es mag vielleicht auch nur ein erstes Gefühl sein, das sich nach dem dritten Mal hören legt. Wir werden sehen. Trotzdem prächtiges Album.
Absoluter Tipp wieder einmal das Epos auf dem Album (mit 16 Minuten wirklich der Hammer, mit einer beeindruckenden Anzahl an verschiedenen Musikaspekten) - The mystic pophecy of the demon knight.
Dieser Eintrag wurde am 22.10.2006 um 02:22:53 erstellt und befindet sich in genauer gesagt.
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